AlpBC

Alpine Baukultur bewahren und weiterentwickeln

Der Alpenraum birgt einzigartige natürliche und kulturelle Schätze, die über Jahrhunderte unter den örtlichen klimatischen Bedingungen sowie der regionalen Expertise entstanden sind. Das Erbe der vielfältigen alpinen Baukultur gilt es im Rahmen des europäisch geförderten Projekts AlpBC zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Mithilfe modernster Methoden sowie örtlicher Expertise arbeiten Wissenschaftler aus fünf Alpenländern an Maßnahmen, um die Charakteristik der regionalen Gebäude weiterhin zu bewahren und diese an die neuen Anforderungen anzupassen und somit weiterzuentwickeln.

AlpBC legt insbesondere Wert auf eine effiziente Raumentwicklungsplanung, welche fünf Planungsebenen miteinander verbindet (kommunal, interkommunal, regional, national und transnational). Auch die Berücksichtigung aktueller Herausforderungen wie Energiewende, Klimawandel und demografische Aspekte sind ein wesentliches Anliegen des Projekts. Zudem soll durch eine großflächige Vernetzung die Idee des Projekts an die entsprechenden beteiligten Akteure herangetragen werden, um diese für das Thema alpenländische Baukultur zu sensibilisieren, Basiswissen zu schaffen und somit auch die lokale Wirtschaftsinfrastruktur für das Vorhaben zu gewinnen.

AlpBC kann auf zahlreiche Ergebnisse seines erfolgreichen Vorgängerprojekts AlpHouse (09/2009 – 08/2012, www.alphouse.de) zurückgreifen.

Damit leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und zur Steigerung der Attraktivität des Alpenraums als Lebensraum und als Tourismusregion.

Steckbrief

Projektziel und Arbeitsfelder

Folgende Strategien und Initiativen werden in AlpBC erarbeitet, um alpine Baukultur im Kontext territorialer Entwicklung und ökologischer Nachhaltigkeit zu fördern:

  • Investitionen in das natürliche und kulturelle Kapital als Quelle wirtschaftlichen Wachstums: Förderung von KMU und Netzwerken, Öko-Innovationen, ´green learning´
  • Bildungs- und Vernetzungsarbeit zwischen lokalen Unternehmen und vorhandenen Netzwerken für eine nachhaltige Standortsicherung und eine höhere Wertschöpfung der Betriebe, die Kompetenz für Bau- und Energiefragen verbinden.
  • Schaffung von Netzwerken und regionalen Zentren für Wissens- und Technologietransfer (Entscheidungsträger & Verwaltung)
  • Schaffung interkommunaler Planungskonzepte
  • Gemeindeübergreifende, effiziente Zusammenarbeit in öffentlich-privater Partnerschaft

Zielgruppe

Die Ergebnisse aus dem Projekt richten sich an folgende Akteure:

  • (Politische) Entscheidungsträger
  • Akteure in der räumlichen Planung (Architekten/ Planer) und im mittelständischen Handwerk (Bauherren, Ingenieursgesellschaften, Institutionen des Bauwesens)
  • Interessierte Öffentlichkeit

BayFOR als Partner

Die BayFOR unterstützte das Konsortium bereits in der Antragsphase, sowohl bei der Kommunikation innerhalb des Konsortiums als auch bei der Erstellung der Antragsunterlagen. Für die gesamte Projektlaufzeit ist die BayFOR als Unterauftragnehmer für das Projektmanagement tätig.

Laufzeit und Förderung

Gefördert wird das Projekt von der Europäischen Union im Rahmen des Alpenraumprogramms mit 2,89 Mio. Euro, über eine Laufzeit von 34 Monaten (09/2012 – 06/2015).
In der Gesamtsumme ist eine nationale Kofinanzierung von insgesamt 806.063 € enthalten.

Konsortium

Im AlpBC-Konsortium sind mit Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und Slowenien fünf Alpen-Anrainerstaaten vertreten.

Insgesamt 12 Partner arbeiten unter der Koordination der Handwerkskammer für München und Oberbayern an nachhaltigen und progressiven Baukonzepten im Alpenraum – unter Berücksichtigung des Erhalts der alpinen Landschaft.

Koordinator:
Handwerkskammer für München und Oberbayern, Bildungszentrum Traunstein (DE)

Projektpartner:
Leibniz Universität Hannover (DE)
Bayerische Architektenkammer (DE)
Research Studios Austria - Studio iSPACE (AT)
Energieinstitut Vorarlberg (AT)
Landesinnung Bau /Wirtschaftskammer Salzburg (AT)
NEOPOLIS Chambre de Commerce et d‘Industrie de la Drôme (FR)
Posoški razvojni center, Soca Valley Development Centre (SI)
Ente Regionale per i Servizi all‘Agricoltura e alle Foreste (IT)
COA Energia Finaosta S.p.A. (IT)
Regione Veneto, Direzione urbanistica e paesaggio (IT)
TIS Techno Innovation South Tyrol (IT)
Regione Piemonte Direzione Programmazione Strategica (IT)

Weitere Informationen

Kontakt

Maximilian Stadler

Maximilian Stadler
Handwerkskammer für München und Oberbayern
Koordination AlpBC
Max-Joseph-Str.4
80333 München
Telefon: +49 (0)861 9897724
E-Mail: max.stadler@no-spam-pleasehwk-muenchen.com

Kontakt in der BayFOR

Dipl.-Geogr./M.A. Gudrun Lampart

Dipl.-Geogr./M. A. Gudrun Lampart
Projektmanagerin
Telefon: +49 (0)89 9901888-172
E-Mail: lampart@bayfor.org

 

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