EU-Konsultation „Food 2040“: Strategische Forschungsagenda für Europas Ernährungssysteme
Bis zum 13. März 2026 (12:00 Uhr MEZ) sind Akteure aus Wissenschaft, Lebensmittelwirtschaft, Start-ups, Investoren, Behörden und Zivilgesellschaft eingeladen, ihre Perspektiven einzubringen: Food 2024 survey. Die Teilnahme erfolgt anonym.
Forschung als Treiber der Transformation von Ernährungssystemen
Mit „Food 2040“ will die EU Forschung und Innovation gezielt als Hebel nutzen, um Ernährungssysteme nachhaltiger, resilienter und technologisch wettbewerbsfähig zu gestalten. Der Ansatz knüpft an die bisherige Initiative „Food 2030“ an, setzt jedoch stärker auf strategische Technologiefelder, Skalierung und Marktdurchdringung.
Im Fokus der künftigen Forschungsförderung stehen unter anderem:
- Alternative Proteine und neue Lebensmitteltechnologien (z. B. Fermentation, zellbasierte Verfahren)
- Digitale und datenbasierte Ernährungssysteme
- Resiliente, klimaneutrale Lieferketten
- Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz
- Mikrobiomforschung und personalisierte Ernährung
- Innovationsökosysteme und Governance-Modelle für Systemtransformation
Die Kommission betont dabei die Rolle interdisziplinärer Forschung, missionsorientierter Ansätze und disruptiver Technologien.
Strategische Weichenstellung für Horizon Europe 2028–2034
Die Konsultation ist ein zentraler Baustein zur Vorbereitung des nächsten EU-Forschungsrahmens. Bereits im Rahmen von „Food 2030“ investierte die EU rund 770 Millionen Euro in mehr als 100 Forschungs- und Innovationsprojekte sowie in die europäische Partnerschaft FutureFoodS.
Mit „Food 2040“ soll die Forschungslandschaft stärker auf Wettbewerbsfähigkeit, Technologieführerschaft und Transfer in marktfähige Anwendungen ausgerichtet werden. Für Forschungseinrichtungen, Hochschulen, außeruniversitäre Institute und Innovationscluster bietet die Konsultation daher frühzeitig Orientierung über künftige Förderprioritäten.

