EU-Kommission veröffentlicht Aktionsplan zur Drohnensicherheit und Drohnenabwehr

10.03.2026
EU-Kommission veröffentlicht Aktionsplan zur Drohnensicherheit und Drohnenabwehr

Die Europäische Kommission hat einen umfassenden Aktionsplan für Drohnensicherheit und Drohnenabwehr (Counter-UAS) vorgestellt. Mit dem Maßnahmenpaket reagiert die EU auf wachsende Sicherheitsrisiken durch bösartig eingesetzte Drohnen und will ein gemeinsames europäisches Vorgehen zur Prävention, Erkennung und Abwehr solcher Bedrohungen etablieren.

Der Aktionsplan soll die EU-Mitgliedstaaten durch koordinierte Maßnahmen unterstützen, nationale Strategien ergänzen und zentrale Prioritäten adressieren. Dazu gehören insbesondere:

  • Verbesserung der Vorsorge gegenüber Drohnenbedrohungen
  • Ausbau von Erkennungs- und Überwachungskapazitäten
  • Bessere Koordinierung von Reaktionen und Einsatzmaßnahmen
  • Stärkung der europäischen Verteidigungsbereitschaft

Damit setzt die EU auf eine engere Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden, Industrie, Forschungseinrichtungen und politischen Entscheidungsträgern.

Innovation und industrielle Zusammenarbeit im Fokus

Ein zentraler Bestandteil des Aktionsplans ist die Stärkung der europäischen technologischen und industriellen Basis im Drohnenbereich. Innovation und industrielle Kooperation sollen dazu beitragen, Europa widerstandsfähiger gegenüber neuen Sicherheitsbedrohungen zu machen.

Die EU plant zudem, den Aufbau eines stärkeren europäischen Drohnen-Ökosystems zu fördern. Dazu gehört auch eine intensivere Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, etwa im Rahmen einer Drohnenallianz mit der Ukraine, die den Austausch zwischen Regierungen und Industrie stärken soll.

Durch die beschleunigte Entwicklung kostengünstiger Verteidigungstechnologien und deren schnelle Skalierung in der Produktion bildet der Aktionsplan eine wichtige Grundlage für größere europäische Initiativen wie:

  • die Europäische Drohnenverteidigungsinitiative
  • die Initiative „Eastern Flank Watch“ als Teil des EU-Verteidigungsbereitschaftsfahrplans 2030

EU-Förderprogramme unterstützen Drohnen- und Counter-UAS-Technologien

Die Europäische Union unterstützt bereits heute Forschung und Entwicklung im Bereich Drohnen- und Drohnenabwehrtechnologien. Wichtige Finanzierungsinstrumente sind unter anderem:

Diese Programme fördern unter anderem Sensorik, KI-basierte Erkennungssysteme, Abwehrtechnologien sowie resiliente Kommunikations- und Überwachungsinfrastrukturen.

Nächste Schritte: Koordinierung mit Mitgliedstaaten

Im nächsten Schritt will die Europäische Kommission Gespräche mit den EU-Mitgliedstaaten aufnehmen, um die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen zu koordinieren. Grundlage ist das Prinzip der gemeinsamen Verantwortung für die Sicherheit in Europa.

Darüber hinaus plant die Kommission:

  • einen strategischen Koordinierungsmechanismus mit den Mitgliedstaaten
  • eine enge Zusammenarbeit mit Industrie, Sicherheitsbehörden und dem Europäischen Parlament

Außerdem empfiehlt die Kommission, dass die Mitgliedstaaten nationale Drohnensicherheitskoordinatoren benennen. Diese sollen die Umsetzung der Maßnahmen auf nationaler Ebene begleiten und die Zusammenarbeit innerhalb der EU verbessern.

Kontakt in der BayFOR

Bei Fragen zu EU-Fördermöglichkeiten im Bereich Sicherheitsforschung, Drohnentechnologien und Verteidigungsinnovation unterstützt Sie das BayFOR-Team für Sicherheits- und Verteidigungsforschung gerne.

Dr. Alexander Widmann

Dr. Alexander Widmann
Teamkoordinator und Wissenschaftlicher Referent Sozial- und Geisteswissenschaften | Sicherheits- und Verteidigungsforschung 
Telefon: +49 89 9901888-162
E-Mail: widmann@no-spam-pleasebayfor.org

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