Horizon Europe 2025: EU investiert über 52 Milliarden Euro in Forschung, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit
Die Europäische Kommission hat ihren Jahresbericht zu den Aktivitäten der Europäischen Union im Bereich Forschung und Innovation (FuI) sowie zur Umsetzung von Horizon Europe veröffentlicht. Der Bericht unterstreicht die zentrale Rolle des EU-Rahmenprogramms bei der Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit, technologischer Souveränität und nachhaltigem Wachstum in Europa.
Mehr als 52 Milliarden Euro für Forschungs- und Innovationsprojekte
Bis Ende 2025 wurden im Rahmen von Horizon Europe rund 52,8 Milliarden Euro für insgesamt 19.456 Förderprojekte bewilligt. Die Nachfrage nach EU-Fördermitteln bleibt dabei ungebrochen: Zwischen 2021 und 2025 gingen fast 149.000 förderfähige Projektanträge ein. Die Erfolgsquote lag bei lediglich 14 Prozent, was die hohe Wettbewerbsintensität im Programm verdeutlicht.
Besonders stark nachgefragt waren die Förderlinien des Europäischen Forschungsrats (ERC), der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen (MSCA) sowie die Cluster zu Gesundheit, Digitalisierung, Klima, Energie und Mobilität.
Forschung als Motor für Europas Wettbewerbsfähigkeit
Im Jahr 2025 standen Forschung und Innovation im Zentrum zahlreicher europäischer Strategien. Dazu zählen unter anderem die Initiative „Choose Europe“ zur Gewinnung internationaler Spitzenforschender, die EU-Strategie für Start-ups und Scale-ups sowie neue Initiativen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Biotechnologie und Verteidigungsinnovation.
Auch der grüne Wandel wurde maßgeblich durch Forschungs- und Innovationsmaßnahmen unterstützt. Die Europäische Kommission verweist dabei auf Beiträge zu Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft, Wasserresilienz, Biodiversität sowie klimafreundlichen Energie- und Mobilitätslösungen.
Vereinfachungen für Antragstellende
Ein Schwerpunkt des Jahres 2025 lag auf der Vereinfachung von Horizon Europe. Dazu gehören der verstärkte Einsatz von Lump-Sum-Förderungen, kürzere Ausschreibungstexte, vereinfachte Antragsverfahren sowie zweistufige Evaluierungsverfahren. Ziel ist es, insbesondere KMU, Start-ups und Neueinsteiger den Zugang zu EU-Fördermitteln zu erleichtern.
Internationale Zusammenarbeit wächst weiter
Die internationale Dimension von Horizont Europa wurde ebenfalls ausgebaut. Im Jahr 2025 zählte das Programm 22 assoziierte Staaten. Neu hinzugekommen sind unter anderem die Schweiz und Ägypten, während die Republik Korea der zweiten Programmsäule beigetreten ist. Insgesamt wurden operative Beiträge der assoziierten Länder in Höhe von 3,3 Milliarden Euro verzeichnet.
Ausblick: Neue Innovationsinitiativen ab 2026
Für 2026 kündigt die Europäische Kommission weitere Maßnahmen zur Stärkung des europäischen Forschungs- und Innovationsraums an. Geplant sind unter anderem ein Europäischer Innovationsrechtsakt, ein Rechtsakt für den Europäischen Forschungsraum, ein milliardenschwerer Scaleup-Europe-Fonds sowie neue Initiativen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Batterietechnologien, Gesundheit, Klima und Biodiversität.
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