European Innovation Council (EIC) Pilot

Hintergrund und Entwicklung des European Innovation Council (EIC) Pilot

Ab dem Jahr 2014:

Die Kommission leitete 2014 die erste Pilotphase für den European Innovation Council (EIC) Pilot, zu Deutsch den Europäischen Innovationsrat, ein. Der große Unterschied zu vorhergehenden Förderprogrammen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) war, dass das KMU-Instrument auch einzelne Unternehmen förderte, nicht nur Konsortien. Ab 2017 wurden dazu allgemeine Auswahlverfahren und persönliche Interviews durchgeführt, um Europas innovativste Start-ups sowie etablierte KMU zu ermitteln und finanziell zu unterstützen – direkt mit monetärer Hilfe als auch indirekt mit der Hilfe eines (über die EU finanzierten) Business Coaches. Seitdem wurden europaweit bereits 1.276 hochinnovative Projekte mit mehr als 730 Millionen Euro mithilfe des KMU-Instruments gefördert.

Ab dem Jahr 2019:

Die Europäische Kommission kündigte im März 2019 wichtige Schritte an, um die Pilotphase des European Innovation Councils (EIC) Pilot in den verbleibenden beiden Jahren noch zu intensivieren. Sie investiert über 2 Mrd. Euro an Fördermitteln für die Innovationskette für den Zeitraum 2019-2020:

  • Pathfinder-Projekte zur Unterstützung fortgeschrittener Technologien aus der Forschungsbasis heraus und
  • eine Anschubfinanzierung zur Förderung von Start-ups und KMU (Accelerator) bei der Entwicklung und Vorbereitung der Kommerzialisierung von Innovationen.

Zudem hat die Europäische Kommission 22 Innovatoren aus den Bereichen Unternehmertum, Risikokapital, Wissenschaft und Technologie in den Beirat des Europäischen Innovationsrates berufen, darunter zwei aus Deutschland, Ingmar Hoerr von CureVac und Kirsten Bock von media tech. Aufgrund ihres Fachwissens aus der Innovations- und Geschäftswelt sind die Mitglieder des Beirats damit beauftragt, die Kommission bei strategischen und operativen Entscheidungen im Rahmen des Europäischen Innovationsrates zu unterstützen.

Die Europäische Kommission hat auch eine erste Gruppe von „Programmverwaltern“ („Programme Managers“) eingestellt, die über besonders große Erfahrung mit neuen Technologien verfügen und die Projekte rund um die Uhr tatkräftig unterstützen werden. 

Ab dem Jahr 2021:

Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung bahnbrechender und disruptiver Innovationen und aufbauend auf dem frühen Erfolg des EIC-Pilotprojekts hat die Kommission vorgeschlagen, dem EIC im Rahmen von Horizon Europe, dem EU-Programm zur Förderung von Forschung und Innovation (2021-2027), 10 Mrd. Euro zur Verfügung zu stellen.

Der European Innovation Council (EIC) Pilot deckt die ganze Innovationskette ab

  • EIC Pathfinder: Er vereint die FET- (Future and Emerging Technologies) Förderprogramme „FET Open“ (Entwicklung neuartiger Ideen) und „FET Proactive“ (Aufbau neu aufkommender Themen und Forschungslandschaften). Das Programm richtet sich an alle Organisationsformen. Es fördert die Grundlagenforschung –  von der Idee bis zum Prototypen bzw. zur Entwicklung eines allgemeinen Business Cases. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.
  • EIC Accelerator: Er ersetzt das KMU-Instrument. Das Programm richtet sich ausschließlich an KMU (vor allem an Start-ups), für die Vermarktung von hochinnovativen und hochriskanten Ideen. Es besteht die Möglichkeit, die Förderung mit einer Finanzierung (stille Beteiligung bis zu 15 Millionen Euro) zu kombinieren. Der Accelerator soll Unternehmen unterstützen, die für die Investition einer Bank noch nicht reif genug oder zu riskant sind. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.
  • Fast Track to Innovation: Förderung für industriestarke Konsortien (mindestens 60 Prozent des Projektbudgets gehen an Industriepartner oder mindestens die Hälfte der Projektpartner sind aus der Industrie), die hochinnovative, bereits weit entwickelte Ideen (Technology Readiness Level 6) in marktreife Produkte überführen. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

Mehr zum European Innovation Council (EIC) Pilot auf der BayFOR-Website

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