MAGNETO

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Steckbrief

  • Programm: Horizon 2020, Security (SC7)
  • Laufzeit: 05/2018–04/2021
  • Fördersumme: 5,32 Mio. Euro, davon 362.500 Euro für Bayern
  • Koordinator: Institute of Communication & Computer Systems „ICCS“, Griechenland
  • Projektkennzeichen:786629
  • Internet: www.magneto-h2020.eu

 

EU-Projekt MAGNETO: Multimediale Datenanalyse zur Aufklärung und Verhinderung organisierter Kriminalität

Große Datensammlungen beispielsweise zu Tätern, Tatort und Tatablauf sind für Strafverfolgungsbehörden Fluch und Segen zugleich. Einerseits bieten sie neue Möglichkeiten, eine Straftat aufzuklären oder sogar versteckte Kausalitäten aufzudecken. Andererseits raubt die Auswertung der oft heterogenen Datenmengen den Ermittlern auch viele Kapazitäten. Das EU-Projekt MAGNETO will hier Lösungen entwickeln.

MAGNETO forscht auf dem Gebiet der datenbasierten Ermittlungsarbeit, die anhand der softwaregestützten Auswertung sehr großer und heterogener Multimediadaten Straftaten aufzuklären und bisweilen auch zu verhindern helfen kann.
Elf verschiedene Strafverfolgungsbehörden aus ganz Europa sind Mitglieder im MAGNETO-Konsortium. Um für den Kampf gegen Terrorismus und das organisierte Verbrechen besser gewappnet zu sein, will das Projekt eine intelligente Open-Source-Plattform entwickeln, die in der Lage ist, große Datenmengen aus vielfältigen Datenquellen miteinander in Beziehung zu setzen und auszuwerten. So sollen versteckte Kausalitäten zwischen Dateneinheiten aufgedeckt werden, die es den Ermittlern erlauben, Parallelen zwischen unterschiedlichen Straftaten zu entdecken. Im Idealfall können sie sogar Anzeichen für die Entstehung eines Sicherheitsvorfalls aufdecken, um eine konkrete Bedrohungslage zu erkennen und präventiv einzugreifen. Diese Open-Source-Plattform soll in Aufbau und Struktur für Entwickler ständig erweiterbar sein.
Um dieses Ziel zu erreichen, bindet MAGNETO die beteiligten Behörden durchgängig in die Entwicklung der Plattform ein. Fünf repräsentative und einander ergänzende Ermittlungsfälle dienen als agiles Testbed zur Softwareentwicklung unter realen Bedingungen. An der Erforschung der geeigneten Werkzeuge und Methoden arbeitet in MAGNETO ein interdisziplinäres Konsortium aus qualifizierten und sehr erfahrenen Forschern und Ermittlern aus zwölf Ländern, darunter international renommierte Fachleute für ethische und rechtliche Fragen sowie Experten für die Entwicklung innovativer Schulungs- und Weiterbildungsinhalte.

Kommentar zum Beitrag der BayFOR:

Dr. Holger Nitsch

„Nachdem MAGNETO im ersten Anlauf 2016 nicht zur Förderung vorgeschlagen worden war, unterstützte uns die BayFOR bei der Überarbeitung des Antrages, der dann ein Jahr später in derselben offenen Ausschreibung modifiziert wieder eingereicht wurde und so quasi im zweiten Anlauf den Zuschlag erhielt. Für die Wiedereinreichung konnte auch das Polizeipräsidium München als zweiter bayerischer Konsortialpartner gewonnen werden, nachdem es von der BayFOR in Fragen des Projektmanagements beratende Unterstützung erhalten hatte.”

Dr. Holger Nitsch
Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, München
Projektpartner MAGNETO
Tel.: +49 (0)8141 408-208
E-Mail: holger.nitsch@no-spam-pleasepol.hfoed.bayern.de

MAGNETO auf der BayFOR-Website

Im Jahresrückblick der BayFOR 2017/2018

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