EU-Urheberrecht: Konsultation zu KI, Forschung und Innovation

14.10.2026
EU-Urheberrecht: Konsultation zu KI, Forschung und Innovation

Die Europäische Kommission bittet um Rückmeldungen zu möglichen Änderungen des EU-Urheberrechtsrahmens. Im Mittelpunkt steht die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Zusammenhang mit generativer Künstlicher Intelligenz (KI), Forschung und weiteren Anwendungsbereichen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Kultur- und Kreativwirtschaft zu stärken und Forschung und Innovation zu erleichtern. Interessierte Akteure können sich bis zum 3. November 2026 an der gezielten Konsultation beteiligen.

Technologische Entwicklungen verändern, wie geschützte Inhalte erstellt, genutzt und verbreitet werden. Die Europäische Kommission möchte deshalb ermitteln, wo Handlungsbedarf besteht und welche politischen Maßnahmen geeignet sein könnten. Die Rückmeldungen sollen in die Vorbereitung einer Initiative für ein besseres Urheberrechtsumfeld für europäische Kreativität und Innovation einfließen.

Urheberrecht und generative KI: Welche Regeln braucht es?

Die Konsultation behandelt vier Themenbereiche:

  • Urheberrecht und generative KI: Nutzung geschützter Inhalte, Lizenzierung und Durchsetzung von Rechten sowie KI-generierte Imitationen von Künstlerinnen und Künstlern.
  • Urheberrecht und Forschung: Herausforderungen bei der Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte für wissenschaftliche Zwecke.
  • Online-Piraterie: Schutz zeitkritischer Inhalte, insbesondere von Live-Veranstaltungen.
  • Tonaufnahmen aus Nicht-EU-Ländern: Nutzung von Tonaufnahmen von Drittstaatsangehörigen innerhalb der Europäischen Union.

Die vorgestellten Optionen dienen dazu, Rückmeldungen zu möglichen Ansätzen einzuholen. Eine Entscheidung für bestimmte Maßnahmen ist damit noch nicht verbunden.

Erfahrungen aus Forschung und Wirtschaft einbringen

Angesprochen sind unter anderem Forschungseinrichtungen, Rechteinhaber, Anbieter generativer KI, weitere Akteure der KI-Wertschöpfungskette, Verwertungsgesellschaften und öffentliche Stellen. Für Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen in Bayern bietet die Konsultation die Möglichkeit, praktische Erfahrungen und Herausforderungen beim Umgang mit geschützten Inhalten in die europäische Diskussion einzubringen.

Teilnahme bis zum 3. November 2026

Teilnehmende können ihre Antworten auf die für sie relevanten Themenbereiche beschränken und einzelne Fragen überspringen. Verpflichtend ist lediglich der Abschnitt zur Identifikation. Ergänzende Dokumente, etwa Daten, Belege oder technische Erläuterungen, können hochgeladen werden. Vertrauliche Unterlagen sollten entsprechend gekennzeichnet werden.

Zur Konsultation der Europäischen Kommission

Dr. Alexander Widmann

Dr. Alexander Widmann
Teamkoordinator und Wissenschaftlicher Referent Sozial- und Geisteswissenschaften | Sicherheits- und Verteidigungsforschung 
Telefon: +49 89 9901888-162
E-Mail: widmann@no-spam-pleasebayfor.org

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